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22.05.2021

Verständlich für mehr Sicherheit werben

Steckdosen mit Shutter sind sicherer. Aber die Werbung dafür ist schwer, denn normgerecht von »erhöhtem Berührungsschutz« zu sprechen, ist sehr sperrig. Fünf Markenhersteller haben eine Lösung für diese Aufgabe gefunden.

Die Welt wird elektrisch. Das ist gut für die E-Branche – und für die Nutzerinnen und Nutzer unserer Technik. Die Vorteile moderner Lösungen müssen selbstverständlich beworben werden. Aber wie und mit welchen Begriffen?

Im Jahr 2020 entstand eine Diskussion um die Begriffe „kindersicher“, „Kinderschutz“ etc. in Bezug auf Steckdosen, die mit einem Shutter ausgestattet sind. Der VDE wies darauf hin, dass in den Normen, die bei der Zertifizierung dieser Produkte anzuwenden sind, ausschließlich die Bezeichnung »erhöhter Berührungsschutz« eingesetzt wird. Begriffe wie „kindersicher“ und andere Wörter seien aus den Normen nicht abzuleiten – daher sollte auch nicht damit geworben werden. Die Branche war sich schnell einig, dass in der Werbung für VDE-zertifizierte Steckdosen mit Shutter zum Beispiel vom »erhöhten Personenschutz gegen elektrischen Schlag« gesprochen werden solle.

Die Vorteile dieser »Sprachregelung«: Sie betont, dass alle Personen von der deutlich erhöhten Sicherheit dieser Produkte profitieren, also auch Erwachsene. Und zweitens wiegt diese Regelung die Nutzer nicht in falscher Sicherheit, denn Kinder sind beim Umgang mit – oder in der Nähe von – Elektrotechnik grundsätzlich zu beaufsichtigen.


Initiative der Industrie mit neuer Lösung

Allerdings ist die Rede vom „erhöhten Personenschutz gegen elektrischen Schlag“ sperrig. Für dieses Problem in der Kommunikation wurde nun eine Lösung gefunden: Um die erhöhte Sicherheit von Steckdosen mit so genannten Shuttern darzustellen, wird jetzt mit „Safety Plus« geworben. Hinter diesem Konzept steckt die neue Initiative „Safety Plus“, zu der Berker, Busch-Jaeger, Gira, Jung und Merten by Schneider Electric gehören.

„Safety Plus ist eingängig und leicht verständlich. Mit dem Versprechen für ein Mehr an Sicherheit und Schutz vermittelt der Claim Verbraucherinnen und Verbrauchern ein gutes, sicheres Gefühl, wenn sie sich für Steckdosen mit Shutter entscheiden“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der fünf Unternehmen. Hinter „Safety Plus“ stehen zudem starke Marken, die bei Fach- wie Endkunden großes Vertrauen genießen. Ihr Zusammenschluss verleiht der Aussage „Safety Plus“ daher ein besonderes Maß an Glaubwürdigkeit.

Um den Kunden das Erkennen der Steckdosen mit erhöhter Sicherheit zu erleichtern, werden alle fünf Marken die Wortbildmarke „Safety Plus“ künftig umfassend nutzen. Sie werden sie auf den Websites, in den Katalogen, Broschüren und Anzeigen, in der Medienarbeit und auf Social Media-Plattformen einsetzen. „Safety Plus“ wird überdies eingesetzt auf ausgewählten Materialien der Hersteller am Point of Sale im Elektrofachhandel und Elektrofachhandwerk. So profitieren auch die Marktpartner im professionellen Vertrieb.

Die Bedeutung des Shutters bekannter machen

Zugleich will der Herstellerverbund seine Marketingoffensive dazu nutzen, den technischen Begriff „Shutter“ und die Funktion dieses wichtigen Bauteils bekannter zu machen. Shutter, die zum Beispiel Teil der Steckdosenabdeckungen sind, sollen so lange verschlossen bleiben, bis der für den bestimmungsmäßigen Gebrauch vorgesehene Stecker eingeführt wird. Sie sorgen auf diese Weise für einen erhöhten Berührungsschutz und verringern das Risiko, dass Menschen mit spannungsführenden Teilen dieser Produkte in Berührung kommen und in der Folge möglicherweise einen Stromschlag erhalten.

Alle Steckdosen, die mit „Safety Plus“ gekennzeichnet sind, erfüllen durch weitergehende konstruktive Maßnahmen die darüber hinaus gehenden erhöhten sicherheitsrelevanten Anforderungen der neu erschienenen Norm DIN VDE 0620:2021-02 und entsprechen damit dem aktuell akzeptierten Stand der Technik.

 

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