NEWS
29.11.2018

Folgende Hersteller erhöhen zum 01.12.2018 ihre Br...


NEWS

Elektro-Online - News-Feed

11.11.2018

VDE - Erhebliche Mängel bei Billigprodukten aus dem Internet

Der VDE hat Garten- und Haushaltskleingeräte untersucht, wie sie über das Internet vertrieben werden. Der Verband warnt: Technische Mängel und mangelhafte Bedienungsanleitungen können zu elektrischen, mechanischen und thermischen Gefährdungen führen.

Anlässlich des 125-jährigen Bestehens des VDE haben die Experten des VDE-Instituts Gartengeräte und Haushaltskleingeräte aus dem Internet auf ihre Sicherheit geprüft. Ihr Ergebnis: Bei der Mehrheit der stichprobenartig untersuchten Produkte fanden die Experten erhebliche Mängel, sowohl bei den Produkten wie auch bei den Betriebsanleitungen. Die Hersteller der Billigprodukte in den Kategorien Garten- und Haushaltskleingeräte verwendeten entweder ungeeignete Materialien, berücksichtigten Sicherheitsaspekte nicht ausreichend oder sparten an der Verarbeitung – mit möglichen fatalen Auswirkungen für Gesundheit und Leben der Verbraucher.

„Zwei Drittel der von uns stichprobenartig untersuchten Garten- und Haushaltsgeräte sind unsicher oder erfüllen rechtliche Anforderungen nicht. Die gefundenen Mängel bergen unter anderem Gesundheitsschädigungen, die Gefahr eines elektrischen Schlages sowie Funktionsstörungen in sich“, sagt Wolfgang Niedziella, Geschäftsführer des VDE-Instituts. Alle geprüften Produkte wiesen erhebliche Mängel bei den Bedienungsanleitungen auf. „Anlässlich unseres Jubiläums „125 Jahre VDE – 125 Jahre Verbraucherschutz“ ist es umso wichtiger darauf hinzuweisen, dass Verbraucher auf Sicherheitszeichen eines unabhängigen Prüfhauses achten sollten. Bei dem VDE-Dreieck weiß der Verbraucher, dass das Produkt alle Sicherheitsanforderungen erfüllt.“

Ausgewählte Beispiele der umfangreichen Produktprüfungen:

Haushaltskleingeräte
• Bei einer Filterkaffeemaschine haben die VDE-Experten entdeckt, dass es zu einem elektrischen Schlag kommen kann, wenn der Benutzer die Steckerstifte berührt. Die hier erlaubte maximale Spannung wurde über dem maximal zulässigen Wert gemessen.
• Bei einem Standmixer fehlt der Hinweis darauf, dass die Netzanschlussleitung im Falle einer Beschädigung ersetzt werden muss. Der Verbraucher erfährt nicht, dass dies nur der Hersteller bzw. dessen Kundendienst übernehmen darf und ist damit einer Gefährdung ausgesetzt.
• Ein Toaster fiel auf, weil er ausschließlich mit einer englischsprachigen Gebrauchsanweisung geliefert worden war. Nicht verstandene sicherheitsrelevante Informationen können jedoch gefährlich sein. Wichtige Hinweise standen außerdem im hinteren Teil der Gebrauchsanleitung, wo sie leicht übersehen werden können.
• Ein Handrührgerät war mit einem schlecht übersetzten Hinweis versehen, der vermutlich auf die Gefahren hinweisen soll, die mit dem Eintauchen des Geräts in Wasser verbunden sind. Die Formulierung kann zu Missverständnissen und damit zur Gefährdung der Nutzer führen.

Gartengeräte
• Ein Rasentrimmer wies erhebliche Mängel auf. So wurde unter anderem nicht angegeben, dass bestimmte gefährdete Personengruppen das Produkt nicht nutzen sollten. In der Bedienungsanleitung fehlten elektrische Bemessungsinformationen, was bei Nichtbeachtung zu thermischen und elektrischen Gefährdungen führen kann. Eine übermäßige Benutzung eines schwingungsintensiven Produkts kann zu zeitweisen und dauerhaften Schädigungen beim Benutzer führen, zum Beispiel des des Gehörs.
• Bei einer Akku-Gras- und Strauchschere war die Übersetzung der Bedienungsanleitung fehlerhaft und kann so den Benutzer gefährden. Zudem kann bei Verlust der Sicherung des Schneidemessers dieses aus der Maschine fallen. Schnittverletzungen können die Folge sein.
• Bei einer Elektro-Heckenschere fanden die VDE-Tester, dass der Emissionsschalldruckpegel nicht angegeben wurde, dabei kann zu hoher Lärm das Gehör dauerhaft schädigen.