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Kurzzeitverzögerte Fehlerstromschutzschalter machen den Unterschied

18.09.2018

DOEPKE - "Trotz Blitz" - Strom auch bei Gewitter sicher nutzen

Sommerzeit ist auch Gewitterzeit und Blitz und Donner sind für viele Menschen mit einer Mischung aus Faszination und Sorge verbunden. – Faszination für die gewaltigen Kräfte, die während eines Gewitters wirken und Sorge vor den Gefahren, die davon ausgehen.

Wohn- und Zweckgebäude können bei direkten Blitzschlägen mit einem Blitzableiter geschützt werden. Doch auch Blitzschläge in einiger Entfernung können zur kurzzeitigen Überspannung/zu Spannungsspitzen führen. Diese verursachen transiente (vorübergehende) Ableitströme, die ein Fehlerstromschutzschalter nicht von einem tatsächlichen Fehlerstrom unterscheiden kann. Er löst aus.

Anschließend muss der FI üblicherweise manuell wieder eingeschaltet werden. An sich kein Problem, ist allerdings der Hausbesitzer im Urlaub, die angeschlossenen Elektrogeräte sehr sensibel oder die elektrische Anlage weit abgelegen, dann sollen ungewollte Fehlauslösungen möglichst vermieden werden. Wer möchte schon nach dem Urlaub von aufgetautem Eis in der Tiefkühltruhe begrüßt werden, im Sommer regelmäßig eine Fachkraft zur abgelegenen Ladestation für Elektrofahrzeuge schicken oder Produktionsausfälle hinnehmen, weil es gewittert hat?

Abhilfe schaffen hier kurzzeitverzögerte Fehlerstromschutzschalter. Wie der Name schon sagt, warten sie kurz ab, wenn ein Differenzstrom auftritt. Ist er nach 10 Millisekunden noch da, löst der FI aus. Etwas fachlicher ausgedrückt: Kurzzeitverzögerte Fehlerstromschutzschalter reagieren aufgrund einer Ansprechverzögerung nur auf Fehlerströme mit einer Dauer von mehr als einer halben Periode der Netzfrequenz.

Mit dieser kurzen Wartezeit ist das Einhalten der normativ geforderten Auslösezeiten kein Problem – denn diese beträgt abhängig von der Höhe des Fehlerstroms 40 - 300 Millisekunden. Auf den Punkt gebracht: ein kurzzeitverzögerter Fehlerstromschutzschalter kann problemlos anstelle eines Standardschalters eingesetzt werden.

Die Doepke Fehlerstromschutzschalter DFS Typ F – für Mischfrequenzen – und die allstromsensitiven DFS Typ B und B+ sind bereits kurzzeitverzögert und gewitterfest. Sie sind daher auf dem Gehäuse mit einem „G“ markiert. Für die pulsstromsensitiven DFS Typ A gibt es jeweils eine kurzzeitverzögerte Ausführung – gekennzeichnet mit dem Kürzel „KV“. Auch für FI-/LS-Kombinationen und „Brandschutzschalter“ (AFDD) bietet Doepke die KV-Ausführung an.

Die Kurzzeitverzögerung hilft übrigens nicht nur gegen ungewollte Auslösungen bei Gewittern, sondern auch bei hohen Einschaltströmen von Lichtbändern, EDV-Anlagen, Neonlampen und Schaltnetzteilen.