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02.03.2018

BWP - Der Absatz von Wärmepumpen wuchs 2017 deutlich

2017 ist ein neues Wärmepumpen-Rekordjahr: Der Markt wuchs um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, meldet der Bundesverband Wärmepumpe (BWP).

Schon 2016 wurde ein Absatzrekord verzeichnet - der 2017 aber deutlich übertroffen wurde. Insgesamt 78.000 Heizungswärmepumpen wurden verkauft, meldete der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) Ende Januar. Zum ersten Mal konnte die Marke von 70.000 Geräten bei Heizungswärmepumpen durchbrochen werden. Der größte Zuwachs ist bei Luftwärmepumpen zu verzeichnen: Insgesamt wurden 55.000 Stück abgesetzt, das sind 20 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Wie bereits 2016 waren dabei insbesondere Monoblockgeräte (31.000 Stück) mit einem Zuwachs von 24 Prozent gefragt. Bei den Splitgeräten fiel das Wachstum mit 16 Prozent etwas kleiner aus. Erdgekoppelte Systeme (inklusive Grundwasser-Wärmepumpen) legten mit 23.000 Geräten gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent zu.

 

BWP

 


Die Marktanteile zwischen erdgekoppelten Wärmepumpen und Luftwärmepumpen verändern sich gegenüber dem Vorjahr kaum: Luftwärmepumpen machten mit rund 71 Prozent den Großteil des Wärmepumpen-Absatzes aus (Vorjahr: 69 Prozent). Erdwärmepumpen und sonstige liegen somit bei 29 Prozent (2016: 31 Prozent). Insgesamt sind in Deutschland nun rund 800.000 Heizungswärmepumpen installiert. BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel zeigt sich erfreut: "17 Prozent Plus sind ein hervorragendes Ergebnis für unsere Branche. Die Wärmepumpen-Hersteller und -Fachfirmen wissen den Rückenwind, den sie durch die guten Förderbedingungen und die EnEV bekommen, zu nutzen und können so die vielen Hemmnisse zum Teil ausgleichen."

 

Absatz Heizungs-Wärmepumpen 2011-2017


Auch der Absatz von Warmwasserwärmepumpen ist in 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent (13.500 Geräte) gewachsen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr hierzulande somit 91.500 Wärmepumpen in Betrieb genommen.

 

Absatz Warmwasser-Wärmepumpen 2011-2017


Für 2018 wird Stabilität erwartet

Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit stabilen Verkaufszahlen. Martin Sabel erläutert: "Das MAP und die EnEV werden uns natürlich auch weiterhin helfen. Andererseits gibt es Anzeichen, dass der Neubausektor nicht mehr so stark wächst wie in jüngster Vergangenheit. Gleichzeitig steigen im Gebäudebestand aufgrund niedriger Brennstoffpreise noch zu wenige Verbraucher auf erneuerbare Wärme um. Dort läge das größte Wachstumspotenzial - und die eigentliche Herausforderung für den Klimaschutz."

Die Wärmepumpenbranche setzt weiterhin auf ein gesundes, nachhaltiges Wachstum. Damit sich die Wärmepumpe auch in der Modernisierung durchsetzen kann und damit auch Projekte im größeren Stil (Großwärmepumpen, Wärmenetze, Quartierslösungen) umgesetzt werden können, ist zum einen die nachhaltige Aufklärung der Hausbesitzer, Architekten und Planer über die Vorteile dieses Heizsystems entscheidend und zum anderen die Motivation und Entwicklung des Fachhandwerks.